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Bei meiner Mama als Kind

Ich war als Kind Nummer 4 in eine recht arme Familie hineingeboren worden, noch dazu im Dezember. Urklein mit 29 cm Größe und grad mal 1,29 kg schwer. Wie ich erst sehr viele Jahre später erfuhr hing mein Leben über ein Jahr am absolut seidenem Faden. Noch immer sehr klein, grad mal 150 groß, aber nicht mehr so leicht, jetzt an die 66kg muß ich zu meiner Schande gestehn, aber noch immer sehr anfällig für Unwohlsein. Auch als Kind hab ich sehr gelitten. Jeden Tag beim Busfahren zur Schule, ging es mir voll schlecht.
Die ersten Jahre bis zu meinem 6. Lebensjahr war ich eigentlich ein fröhliches Kind und fühlte mich geborgen und sehr wohl, denn meine Mutter behandelte mich absolut liebevoll. Meine Schwester war immer eifersüchtig auf mich. Ich war aber schon schlimm und ich glaube dies hat sie mir bis heut noch nicht wirklich verziehen. Wenn meine Schwester geschlafen hat hab ich sie ins Gesicht geschlagen und wenn sie mir was tun wollte, hab ich gleich nach Mama gerufen. “Mama, Mama, die Roswitha will mich haun” Und dann kriegte immer meine Schwester die Haue. Damals hab ich leider nicht kapiert, was ich da schlimmes mache. Und es tut mir wirklich so leid, dass ich das jemals getan hab. Auch heute verstehe ich mich mit meiner Schwester nicht besonders. Sie stellt alles in Frage, was ich tu, sie könnte niemals so sein, wie ich. Sie will mir das Gefühl geben dass alles falsch ist und ein voller Blödsinn. Sie beleidigt mich in Regelmäßkeit, vielleicht bewußt oder eher unbewußt, ich weiß es nicht. Zwischendurch kann passieren dass sie sogar zugibt, dass sie mich eigentlich bewundert für meinen Mut, den ich hab. Und irgendwie wünschte sie sich, mehr so sein zu können wie ich. So denke ich, dass ich ihr eigentlich überlegen bin, denn mir kommt es ´nicht in den Sinn sie zu beleidigen, oder mich mit ihr zu streiten. Das ärgert sie auch, dass ich nicht streite. Zumindest nicht mit ihr. Keine Bange ich kann mich ganz gut wehren. Hab ich Gott sei Dank gelernt, aber leider sehr spät, aber doch nicht zu spät.
Mit zwei jüngeren Brüdern waren wir dann komplett. Papa hatten wir leider keinen. Der Papa war gestorben, als ich 1 Jahr alt war. Er fiel einfach um und war nicht mehr zu retten.Er war 36Jahre alt, aber schon lange schwer Lungenkrank und schon in Frühpension.
Besonders glücklich war er mit meiner Mutter auch nicht, denn sie hatte ihn betrogen, als er schwer krank im Krankenhaus und auf Rehabilitation war. Das Ergebnis war ich. Ich war auch nur der Boumba. (Ungeliebtes, unerwünschtes Kind)
Meine Mutter hielt uns mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Und die Großeltern die in der Nähe eine ganz kleine Hütte mit einem Raum und einen Stall mit einer Kuh hatten, halfen so gut sie konnten. Meine Oma hat Körbe geflochten, der Opa hat Katzenhäute gegen Rheuma verkauft. Katzenfleisch war unser Fleisch. Und ich werde nie vergessen wie grausam mein Opa die Katzen getötet hat. Einige Zeit war es normal für mich, und ich hatte auch zugeschaut. Aber als Opa seinen Hund den Waldi getötet hat und es dann Hundefleisch gegeben hat, hab ich mich gewieigert den Waldi zu essen. Irgendwann haben mir meine 3 älteren Geschwister voll laut ins Ohr geschrieen und von dem Tag an konnte ich nicht mehr sowas ansehen, und konnte nicht mehr ertragen, wenn ein Tier weint und um Gotteswillen, dass es getötet wird. Ich hab mitgeweint und mich versteckt.
Oft hat uns Mama allein gelassen, und meine Oma die ganz dick war, weil sie soviel Wasser hatte, hat Stundenlang gebraucht, dass sie das Haus erreicht hat, wo Mama mit uns Kindern wohnte. Wir hatten oft nichts zu essen. Die älteren Kinder, das waren mein Bruder Karl, Leopold und meine Schwester Roswitha gingen in die Schule. Und wir kleineren Egon der 4 Jahre jünger ist wie ich, suchten oft verzweifelt nach was Essbarem. Irgendwann brachte Mama ein neues Baby.Meinen jüngsten Bruder Johannes.So sollte er eigentlich heißen, aber bei den Behören haben sie einen Fehler gemacht. So war es nur der Johann.
Ein Mann hat meine Mama immer besucht, und ich mochte ihn nicht. Und eines Abends sagte Mama Licht ausmachen und ganz leise sein, denn der Mann war vor der Tür und wollte rein. Wir waren im Schlafzimmer. Der Regen kam durch die Decke und klimperte in die Eimer und Töpfe die wir aufgestellt hatten. Auf einmal ein Schmerzschrei von meiner Schwester. Eine Hornisse hatte sie gestochen. Gott sei Dank hat meine Schwester das unbeschadet überstanden. Und der Mann kam an diesem Abend nicht ins Haus. Viel später hab ich erfahren dass Mama dem Mann Geld geschuldet hat und er dafür Sex wollte.
Auch ein neuer Mann kam. Er saß nur faul rum und hat angeschafft. Der Mann bestand darauf, dass er und Mama zuerst essen und was übrigbleibt bekommen wir Kinder. Er hat sich nur mit der Unterhose im Schnee gewälzt, was ich überhaupt nicht verstehen konnte. Und wir haben ihn ausgelacht. Mich hat er überhaupt nicht gemocht. Ich mußte auf das Baby aufpassen. Ich war noch nicht mal 6. Und mein Bruder Egon bekam meine Spielsachen. Mein Häschen auf Rädern. Wir hatten das gleiche, nur mein Bruder hatte seines schon kapputt gemacht und ich hab so auf meines aufgepasst. Eines Tages als der Arschtyp mit uns allein zu Hause war, mußte ich dringend aufs WC im Freien. Und mein Bruder Johann, das Baby ist vom Bett gefallen und hat furchtbar geweint. Da hat er mich verprügelt, weil ich nicht aufs Baby aufgepaßt hab. Ich hab ihn gehaßt. An einen Vorfall kann ich mich noch erinnern, als mein Bruder Egon und ich nicht sofort ins Bett wollten und noch lachten im Schlafzimmer ist er auf einmal auf uns zugeschossen und hat meinen Bruder Egon angefangen zu verprügeln und ich hab so aufgeschrieen, als ob ich Todesangst hätte. Und meine Mutter lies an diesem Tag nicht zu dass er mich schlägt.Während ich das schreib laufen mir die Tränen über die Wangen und ich weine bitterlich. Ich hatte gedacht, dass mir das nichts mehr macht.

One Response to “Bei meiner Mama als Kind”

  1. chiron Says:

    ….grüß dich athena…….dank…habe dich gelesen…….
    laß dir….einen liebevollen gruß hier……..Hans-Jürgen

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